Wie fühlt es sich an, eine eigene Firma zu gründen? Welche Ideen braucht man – und welchen Mut? Beim diesjährigen Girls’ Day hat Unigy genau diese Fragen gemeinsam mit 20 Schülerinnen aus Essener Schulen erkundet. Einen Tag lang wurde unser Büro zum „Think Tank“ für Gründerinnen von morgen – voller Ideen, Energie und Begeisterung.

Als eines von 208 (1,4 %) Angeboten bundesweit und 41 (1,5%) in NRW setzt Unigy damit ein deutliches Zeichen für Gründung und Führung eines Unternehmens.* 

Woher kommt der Strom?

Unter dem Motto „Gründe deine eigene Firma im Energiebereich – mit Börsenhandel“ tauchten die Teilnehmerinnen im Alter von 13 bis 16 Jahren in die Welt von Start-ups, Energie und Unternehmertum ein. Dabei ging es nicht um Theorie, sondern ums Ausprobieren: Unigy-Gründerin und CEO Hind Seiferth erklärte anhand von Äpfeln die Grundmechanismen des Börsenhandels. Den Crashkurs zu Energieeinheiten gab es dazu. Anschließend durften sich die Teilnehmerinnen in fünf Gruppen mit der Portfoliobewirtschaftung auseinandersetzen, und sich zum Ein- oder Verkauf von Energiemengen untereinander anrufen.

Von der Idee zum eigenen Unternehmen

Ein besonderes Highlight: Zwei ehemalige Girls’ Day‑Teilnehmerinnen, die inzwischen ein mehrwöchiges Schülerpraktikum bei Unigy gemacht haben, gestalteten aktiv einen Workshop rund ums Gründen. In kleinen Teams entwickelten die Schülerinnen unter Anleitung der beiden ehemaligen Girls‘ Day Teilnehmerinnen drei eigene Firmen inklusive konkreter Produkte, präsentierten ihre Konzepte und diskutierten Geschäftsmodelle, Zielgruppen und Nutzen. Die Energie im Raum war ansteckend – und der Stolz nach den Präsentationen spürbar. Damit schloss sich ein Kreis – und es wurde gleichzeitig ein starkes Zeichen gesetzt.

Ein wichtiger Teil des Tages war außerdem der Blick ins Start-up‑Ökosystem: Bei einer Führung und Vorstellung der BRYCK Startup Alliance bekamen die Teilnehmerinnen Einblicke, wie Gründungen in der Region unterstützt werden – von Netzwerken über Community bis hin zu konkreten Programmen und Anlaufstellen. So wurde aus dem Workshop nicht nur „Gründen auf dem Papier“, sondern ein greifbares Bild davon, wie Ideen in der Realität wachsen können.

Offene Fragen, ehrliche Antworten

Im anschließenden FAQ‑Teil mit Unigy‑Gründerin Hind Seiferth drehte sich vieles um die Realität der Selbstständigkeit:
Was sind die Chancen? Wo liegen die Herausforderungen? Wie geht man mit Zweifeln um? Offen und auf Augenhöhe sprach Hind über Verantwortung, Durchhaltevermögen – und darüber, warum es sich lohnt, den eigenen Weg zu gehen. Gerade diese Ehrlichkeit kam bei den Teilnehmerinnen besonders gut an.

Warum solche Tage mehr sind als Berufsorientierung

Der Girls’ Day bei Unigy zeigt eindrücklich, wie wichtig frühe Einblicke, Vorbilder und Räume ohne Schubladen sind. Genau darum geht es auch in unserem Artikel „Weniger Schubladen – mehr Frauen“ (> jetzt lesen (PDF)): Noch immer bleiben weibliche Talente – gerade in MINT- und Energiethemen – zu oft ungenutzt. Dabei braucht die Energiewirtschaft neue Perspektiven, Vielfalt und mutige Entscheidungen mehr denn je.

Wenn junge Frauen erleben, dass es nicht den einen richtigen Lebenslauf gibt, sondern viele Wege zum Ziel führen, entsteht Selbstvertrauen. Und manchmal auch eine Idee, die bleibt.

* Statistische Auswertung von Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. (Girls‘ Day) zu Angeboten in der Kategorie „Gründung und Führung eines Unternehmens“, erhalten am 20.4.2026.